Kriminalität

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Telefonkriminalität allgemein

Telefonkriminalität ist für für ältere Menschen ein relatativ neues Verbrechen, es wird immer ausgeklügelter und rücksichtsloser. Alle Seniorinnen und Senioren sollten daher hierüber mit ihren Kindern oder Vertrauenspersonen sprechen und umgekehrt sollten diese ihren Eltern oder Schutzbefohlenen die neuen Gefahren klar vor Augen führen. Sie sollten insbesondere daran denken, dass gerade ältere alleinstehende Menschen sich häufig einsam fühlen und dann auch viel zu vertrauensselig sind, wenn sie einen Anruf bekommen.

Ganz allgemein gilt – nicht nur für Senioren:

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Enkeltrick: "Rate mal, wer hier spricht?"

Auf diese freundlichen Eingangsfrage sollten Sie immer antworten: "Ich rate nicht, sage mir Deinen Namen!" Wird trotzdem wiederholt, dass Sie raten sollen, dann legen Sie auf.

Mit seiner Frage möchte der Anrufer aus einem Call-Center – psychologisch bestens geschult und wortgewandt – existierende familiäre Beziehungen ausgeloten. Je nach Antwort der möglichen Opfer geben sich die Anrufer dann am Telefon als Enkel/in, Neffe/Nichte, sogar als Kinder oder als andere ziemlich nahe Verwandte oder gute alte Bekannte aus.

Sie bitten das potenzielle Opfer um einen Geldbetrag für eine behauptete momentane Notlage. Als Gründe für die Geldnot werden oft schwierige Umstände wie Unfall, überfällige Rechnungen oder Kauf eines günstigen Autos oder einer günstigen Wohnung genannt.

Mehrmalige Anrufe in kurzen Abständen nehmen dem Opfer die Möglichkeit, sich über das Geschehene Gedanken zu machen oder sich mit anderen Personen zu beraten. Unter emotionalem Druck willigen die Opfer häufig schließlich ein, heben Geld bei ihrer Bank ab und treffen sich dann mit einem Komplizen, der vom vermeintlichen Enkel geschickt wurde, um das Geld an der Haustür abzuholen. Mitunter werden die Opfer auch dazu gedrängt, leicht transportable Wertgegenstände (Schmuck, Münzen usw.) auszuhändigen.

Tipps der Polizei:

Hier finden Sie einen kurzes Comic-Video der Polizei zum "Enkeltrick"!

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Gewinnversprechen: "Hurra, Sie haben gewonnen!"

Der unbekannte Anrufer verkündet die frohe Botschaft, man habe in einem Glücksspiel gewonnen. Leider müsse man Verwaltungskosten überweisen, um an den Gewinn zu kommen. Oder man benötige noch Bankdaten, um den Gewinn überweisen zu können. Dies sind nur zwei von vielen Tricks beim Call-Center-Betrug, der durch massenhafte Anrufe immer wieder Opfer findet.
Was immer versprochen wird: "Einen Gewinn werden Sie nie erhalten!!".

Tipps:

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Der falsche Polizist am Telefon

Es meldet sich z. B. die "Polizei" und behauptet, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien, da entweder ein Einbruch in die Wohnung oder das Haus unmittelbar bevor stehe oder Wertgegenstände auf Spuren untersucht werden müssen oder die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft habe Schwarzgeld auf ihren Konten gefunden oder ein andere Straftat aufgedeckt.

Dabei erscheint bei einem solchen Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer eines Amtes – wie die des Gerichtes. Aus ermittlungstechnischen Gründen dürfe auch kein Kontakt zu Verwandten oder Freunden aufgenommen werden.

Diese Betrüger rufen häufig bei älteren Menschen an und versuchen ihre Opfer in stundenlangen Telefonaten zu manipulieren und mit überzeugenden Geschichten das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Mit geschickter Gesprächsführung bringen die Täter die Opfer dazu, ihr gesamtes Barvermögen und mitunter sogar den Inhalt von Bankschließfächern nach Hause zu holen, um es anschließend an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben.

Tipps der Polizei:

Hier finden Sie eine instruktive Comic-Geschichte zum falschen "Polizisten"!

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Der falsche Wasserwerker vor der Tür

Immer wieder stehen "falsche Wasserwerker" vor der Haustür älterer Menschen und behaupten, im Haus sei ein Wasserschaden aufgetreten und alle Wonungen müssten kontrolliert werden.

Lassen Sie diese "Handwerker" nie in Ihre Wohnung, ohne vorher mit Ihrem Vermieter telefoniert zu haben. Anderenfalls werden Sie abgelenkt – z. B. sollen Sie im Bad das Wasser anstellen – während dann der "falsche Handwerker" oder ein weiterer Kollege Ihre Wohnung nach Wertsachen und Geld durchsucht.

Hierzu betont die Polizei, dass leider noch immer viele Menschen der Meinung sind, dass Sie niemals Opfer einer solchen Straftat werden können. So wird die drohende Gefahr – ähnlich wie beim falschen Polizisten oder dem Enkeltrick – unterschätzt.

Daher die allgemeine Empfehlung der Polizei an die Senioren und ihren Kindern, offen über diese Gefahren miteinander zu sprechen und telefonische Rückrufe zu verabreden, falls sich die Eltern unsicher fühlen.

Auch hier: Falls es zu einer Straftat gekommen ist, unbedingt sofort die Polizei anrufen - Telefon 110 -, auch wenn man sich vielleicht schämt, Opfer einer solchen Strafttat geworden zu sein.

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Internetkriminalität oder Computerkriminalität

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Diebstahlsicherung

Täglich finden wir Berichte, z. B. im GT, über Einbrüche in Wohnungen oder Häuser. Und die Täter kommen nicht nur nachts sondern auch bei Tage bei kurzer Abwesenheit der Bewohner.

Für die meisten Betroffenen ist vor allem ein Wohnungseinbruch ein einschneidendes Erlebnis. Ganz abgesehen von den dadurch entstehenden immensen Schadenssummen wird angesichts der Häufigkeit und der Anzahl der Betroffenen das allgemeine Sicherheitsgefühl nachhaltig beeinträchtigt. Denn neben dem materiellen Verlust verbindet sich damit zumeist auch ein Eingriff in die Privatsphäre - also in die vermeintliche Geborgenheit der eigenen vier Wände. Opfer können noch lange nach der Tat unter dem Geschehenen leiden.

Versuchen Sie sich daher vor Einbrüche zu schützen:

Falls doch eingebrochen wurde – was tun?

Informieren Sie sich ruhig auch einmal vorab bei der Polizeiberatung im Internet.

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